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Konsortium

Zentrum für exzellente maritime Wissenschaft

Um die Forschung und Entwicklung für den maritimen Sektor voranzutreiben, wurde unter der Federführung des Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG), dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg und der Jacobs University Bremen ein interdisziplinäres Forschungskonsortium gegründet. Wissenschaftlich unterstützt wird das Konsortium zudem durch das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Innerhalb des Testzentrums für maritime Technologien bündeln die Forschungspartner ihre spezifischen Expertisen zu Materialforschung und Fertigungstechnologien, Künstlicher Intelligenz und Robotik, Werkstoff- und Küstenforschung, Meeresgeologie, mariner Stoffkreisläufe und Energieflüsse sowie Polar- und Meeresforschung, um Zukunftstechnologien für den maritimen Sektor in die Anwendung zu bringen.

IFAM

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung

1968 gegründet und 1974 in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert, ist das Fraunhofer IFAM eine der europaweit bedeutendsten unabhängigen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Klebtechnik, Oberflächen, Formgebung und Funktionswerkstoffe. An allen fünf Standorten - in Bremen, Dresden, Stade, Wolfsburg und Braunschweig sowie am Testzentrum für maritime Technologien auf Helgoland - zählen wissenschaftliche Exzellenz mit starker Anwendungsorientierung und messbarem Kundennutzen sowie höchste Qualität zu den zentralen Leitlinien des Instituts.

Derzeit bündeln rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 20 Abteilungen und zahlreichen Arbeitsgruppen ihr breites technologisches und wissenschaftliches Know-how in verschiedene Kernkompetenzen: Metallische Werkstoffe, Polymere Werkstoffe, Oberflächentechnik, Kleben, Formgebung und Funktionalisierung, Elektromobilität, Automatisierung und Digitalisierung. Diese Kernkompetenzen - jede für sich und im Zusammenspiel - begründen die starke Position des Instituts am Forschungsmarkt und bilden die Basis für zukunftsorientierte Entwicklungen zum Nutzen der Gesellschaft.

DFKI

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, ein Projektbüro in Berlin, ein Labor in Niedersachsen und Außenstellen in St. Wendel und Trier. Das DFKI ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der Künstlichen Intelligenz die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. 

Zwei der zwanzig DFKI-Forschungsbereiche arbeiten am Einsatz von KI in maritimen Bereichen: Am Robotics Innovation Center (RIC) in Bremen entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner mobile Robotersysteme, die an Land, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum für komplexe Aufgaben eingesetzt werden. Der Forschungsbereich Marine Perception (MAP) am DFKI-Labor Niedersachsen in Oldenburg, geleitet von Prof. Dr. Oliver Zielinski, ist wiederum spezialisiert auf die Erforschung und Entwicklung intelligenter Sensoren, die aus multisensorischen Daten durch KI-Verfahren einzigartige Umgebungsinterpretationen schaffen, die unter anderem für den aquatischen Bereich genutzt werden.

Jacobs University Bremen

In einer internationalen Gemeinschaft studieren. Sich für verantwortungsvolle Aufgaben in einer digitalisierten und globalisierten Gesellschaft qualifizieren. Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg lernen, forschen und lehren. Mit innovativen Lösungen und Weiterbildungsprogrammen Menschen und Märkte stärken. Für all das steht die Jacobs University Bremen. 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet, erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und internationalen Hochschulrankings.

Ihre mehr als 1500 Studierenden stammen aus mehr als 120 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium nach Deutschland gezogen. Forschungsprojekte der Jacobs University werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von global führenden Unternehmen.

ICBM

Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg

Das ICBM untersucht in einem interdisziplinären Ansatz grundlegende und angewandte Fragen der Meeres- und Umweltforschung. Ziel der Grundlagenforschung ist es, die vielschichtigen Zusammenhänge globaler Stoffkreisläufe, Energieflüsse und mariner Ökosysteme im Gesamtsystem Erde besser zu verstehen. Zu den Schwerpunkten gehören hier Untersuchungen zu den mikrobiellen Einflüssen und zur Biodiversität mariner Systeme. Hauptelemente der Grundlagenforschung des ICBM bilden die Analyse, theoretische Beschreibung und Modellierung der komplexen Systeme. Erforschung und Entwicklung mariner Technologien für die Meeresforschung und -überwachung vervollständigen das wissenschaftliche Portfolio des ICBM im angewandten Bereich.

Ein räumlicher Fokus des ICBM liegt im Übergangsbereich zwischen Land und Meer, insbesondere auf Nordsee und Wattenmeer. Als Heimatinstitut des Forschungsschiffes SONNE ist das ICBM darüber hinaus global in den verschiedenen Umweltsystemen der Ozeane tätig. 

HZG

Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ist Teil der Helmholtz-Gemeinschaft, Deutschlands größter Wissenschaftsorganisation. Die rund 1.000 Beschäftigten des HZG leisten substanzielle Beiträge zur Klärung großer und drängender Fragen in wissenschaftlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Schlüsselthemen. Das Forschungsspektrum umfasst Hochleistungswerkstoffe für nachhaltige und umweltschonende Technologien, die unter anderem in den Bereichen Mobilität und Energiesysteme eingesetzt werden. Darüber hinaus werden zukunftsweisende Biomaterialien für die Medizin entwickelt. Mithilfe von Forschung und Beratung sollen die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert und ein Management und Schutz der Küsten- und Meeresumwelt ermöglicht werden. 

1956 wurde das Forschungszentrum gegründet und ist heute in Schleswig-Holstein die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Rund 100 Millionen Euro umfasst der jährliche Etat des HZG. Dieser besteht aus 83 Millionen Euro Grundfinanzierung (90 Prozent Bund, 10 Prozent teilen sich die Bundesländer: Schleswig-Holstein rund fünf Prozent, die Freie und Hansestadt Hamburg rund 2 Prozent, Niedersachsen und Brandenburg jeweils ein Prozent) und weiteren rund 17 Millionen Euro aus Drittmitteln, die eingeworben werden. Der Hauptsitz des HZG liegt in Geesthacht; Standorte und Außenstellen befinden sich in Hamburg, Teltow, Berlin, Kiel und Garching bei München.